Minimalismus – die Kunst des Loslassens

Loslassen ist mir früher immer super schwer gefallen.

Ich habe Gefühle immer sehr stark mit Dingen verknüpft. Sei es das Kleid, dass ich letzten Urlaub gekauft habe oder ein liebvoll ausgesuchtes Geschenk. Vielleicht auch nur das positive Gefühl, dass ich hatte, wenn ich ein Schnäppchen gemacht hatte – oder wenn ich mir mal ein hochqualitatives Produkt gegönnt habe.

Hinzu kam, dass ich das Gefühl hatte, mein persönlicher Wert würde im Zusammenhang mit meinem Besitz stehen. Ich hielt es für erstrebenswert von allen Dingen möglichst ganz viele zu haben.

So kam es, dass ich immer mehr Dinge angesammelt habe  – so viel, dass ich gar nicht alle benutzen konnte. Seien es die vielen Nagellacke, die ich nie alle würde tragen können, oder der Inhalt meines Kleiderschranks von dem ich einen großen Teil nicht anziehen mochte, oder die Dekoartikel, die in einem Karton ihr dasein fristeten um dort ewig auf ihren Einsatz zu warten.

Zudem hatten viele Dinge einfach keinen festen Platz und es herrschte fast immer Chaos bei mir. Selbst wenn ich aufräumte enstand schon nach kurzer Zeit wieder neue Unordnung.

Natürlich fühlte auch ich mich in einem aufgeräumten Raum viel wohler, als in einem Unordentlichen. Aber der Akt des Aufräumens kostete jedes Mal viel Kraft – schließlich musste ich für viele Dinge immer wieder einen neuen Ort für die Aufbewahrung bestimmen. Da sich die Dinge in der Zwischenzeit wie auf magische Art und Weise vermehrten wurde es immer schwerer diese Entschidungen zu treffen und ich hatte immer weniger Spaß am Aufräumen.

Wie es „klick“ machte

Ich habe bereits vor einiger Zeit wahrgenommen, dass Minimalismus ein aktuelles Thema ist. Für mich war das jedoch  etwas, was ganz interessant war, für mich aber auf keinen Fall in Frage kam. Ich war gerade damit beschäftigt meinem Traum nach einen selbstbestimmten Leben immer näher zu kommen und beshäftigte mich viel mit Ernährung und persönlicher Weiterentwicklung.

Doch auch in den Büchern, die ich las kam plötzlich das Thema Minimalismus zur Sprache. Ich las zum Beispiel „Heile Dich reich“ von Markus Rothkranz. Er sagte in seinem Buch genau das was ich brauchte. Er riet in seinem zur Selbstständigkeit und dazu seinen Körper als Tempel zu sehen. Zudem sagte er, dass es wichtig ist Raum zu schaffen, wenn man Erfolg haben möchte – und sich von unnötigen Ballast zu trennen.

Ich las noch viele weitere Bücher (Empfehlungen unten) und schaute mir unzählife Videos auf Youtube an, in denen verschidene Menschen über ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit dem Thema Minimalismus. Ich bekam auf einmal auch Lust auszusortieren. Ich ging viele meiner Sachen durch und sortierte bereits 10 Umzugskartons mit Büchern, DVDs, Kleidung, Geschirr und allerhand anderen Dingen aus.

Doch ich merke, dass ich mir viele Bereiche noch einmal ansehen möchte. Entweder, weil ich noch gar nicht an sie gedacht habe, oder weil ich inzwischen bereit dazu bin, Dinge bei denen ich vor einem Monat vielleicht noch unsicher war auch auszumisten.

Um mich selber etwas herrauszufordern – und auch weil es mir selber so unheimlichen Spaß macht – Leuten beim aussortieren zuzusehen habe ich mir eine Minimalismus-Challenge für Youtube überlegt (Hier geht es zur Playlist)

Ich möchte an mehreren Tagen (ca. 4x)  in der Woche eine Aufgabe erledigen und Euch daran teilhaben lassen. Es gibt tolle Listen im Internet, aber keine die zu 100 % zu mir passt.

Daher habe ich mir meine eigene Minimalismus Aufgabenliste zusammengestellt. ( Die Reihenfolge ist veränderbar). Ihr dürft Euch alsoo auf regelmäßige Videos freuen und natürlich könnt ihr auch gern mitmachen 🙂

 

  1. Handtücher aussortieren
  2. Push-Nachrichten ausschalten
  3. Oberteile aussortieren
  4. Einen Stand auf dem Flohmarkt buchen
  5. Socken und Unterwäsche aussortieren
  6. Schlafsachen aussortieren
  7. Decken aussortieren
  8. Inbox ausmisten / Newsletter deabbonieren
  9. Schuhe aussortieren
  10. Bücher aussortieren
  11. Bettbezüge aussortieren
  12. CD’s und DVD’s aussortieren
  13. Hosen ud Röcke aussortieren
  14. Kühlschrank aufräumen
  15. Ein Tag ungeschminkt
  16. Ein Tag Single-Tasking
  17. Küchenzubehör aussortieren
  18. Geschirr aussortieren
  19. Tees und Gewürze aussortieren
  20. Daten löschen
  21. Alleine rausgehen, Gedanken schweifen lassen
  22. Freunde und Abos löschen
  23. Ungenutzte Profile im www löschen
  24. Schreibwaren aussortieren
  25. Ordner ausortieren
  26. Kosmetik aussortieren
  27. Deko aussortieren
  28. Ein Tag Single-Tasking
  29. Weihnachstsachen aussortieren
  30. Dachboden/Keller aufräumen
  31. Medinzinschrank aussortieren
  32. Inhalt der Handttasche aussortieren
  33. Sportsachen aussortieren
  34. Nagellack aussortieren
  35. Schmuck aussortieren
  36. Erinnerungen aussortieren
  37. Möbel aussortieren
  38. Ziele gehen lassen
  39. Ausgaben minimieren ( Einen Tag kein Geld ausgeben)
  40. Elektronk aussortieren
  41. Ein Tag ohne schlechte Gewohnheiten
  42. Aufschreiben wofür wir Dankbar sind
  43. Rumpelkammer aussortieren
  44. Taschen aussortieren
  45. Ein Tag ohne Fernsehen, Filme und Youtube
  46. Jacken und Mäntel aussortieren
  47. Kleider aussortieren
  48. Accesoires aussortieren
  49. Spiele aussortieren

Sooo das ist ersmal alles was mir eingefallen ist, wenn ihr noch Ideen habt was ich unbedingt mit reinehmen sollte, schreibt es mir gern.

Hier geht es zur Youtube Playlist!

Bücher, die mir geholfen haben:

2 Kommentare

  1. Es ist schon eine Gewohnheit geworden, Geld für Dinge auszugeben, die eigentlich garnicht benötigt werden. Wer Minimalistisch leben, spart defintiv Geld ein.

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